Straßenbeleuchtung
Fallstudie
Interview mit Rainer Siegele, Bürgermeister der Gemeinde Mäder

Thomas Langle: Produktmanager, Thorn
Rainer Siegele: Bürgermeister der Gemeinde Mäder

Thomas Langle:
Weshalb wurde der Entscheid gefällt die Straßenbeleuchtung umzurüsten?
Rainer Siegele:
Wir haben in der Gemeinde einen lokalen Beschluß gefasst, dass wir eine Umweltmustergemeinde werden wollen. Wir sind Mitglied beim European Energy Award welcher den Hauptaugenmerk auf die Energieeinsparung und auf das möglichst umweltfreundliche Umfeld legt. Mit der Umrüstung der Straßenbeleuchtung können wir beides erreichen: einerseits die Energieeinsparung andererseits konnten wir aber auch das Lebensumfeld für nachtaktive Insekten deutlich verbessern.

Thomas Langle:
Sie nennen Schlagworte wie Umweltmustergemeinde und Energieeinsparung. Was haben Sie sich denn von der neuen Lösung erhofft?
Rainer Siegele:
Wir haben im Vorfeld eine Studie machen lassen. Das Ergebnis der Studie war, dass wir ein Energieeinsparungspotenzial von etwa 50 % nutzen können, bei gleichzeitig verbesserter Ausleuchtung. Für uns war auch wichtig, bei den nachtaktiven Insekten durch das verringerte UV-Licht eine deutlich geringere Mortalitätsrate zu erzielen.

Thomas Langle:
Und hat die neue Lösung von Thorn Ihren Erwartungen entsprochen?
Rainer Siegele:
Wir hatten im ersten Jahr wirklich diese 50 % Energieeinsparung, mittlerweile sind wir durch den weiteren Ausbau der Straßenbeleuchtung bei etwa 38 % Energieeinsparung gegenüber dem Jahr 2002. Also immer noch eine deutliche Energieeinsparung, obwohl wir die Straßenbeleuchtung um einige Straßen erweitert haben.

Thomas Langle:

Wie waren denn die Bürger involviert? Und wie haben die Bürger dann im Nachhinein die Lösung aufgenommen?
Rainer Siegele:
Wir haben die Bevölkerung miteinbezogen und schon im Vorfeld über die neue Beleuchtungslösung informiert. Grundsätzlich machen wir alle Entscheidungen im offenen Planungsprozessen. Die Bürger haben die Umrüstung durchaus positiv aufgenommen. Das gelbe Licht ist – zusätzlich zur guten Ausleuchtung – besonders im Winter, wenn Schnee fällt sehr romantisch. Damit werben wir natürlich auch immer wieder.

Thomas Langle:
Was sind nun nochmals zusammengefasst die Eckpunkte der neuen Lösung – sozusagen die Vorteile für die Gemeinde?
Rainer Siegele:
Die 3 großen Vorteile sind zum einen die zentrale Wartung. Das heißt, wir haben am PC in der Gemeinde aktuelle Daten über den Zustand der Leuchten, zum Beispiel wenn eine Leuchte die Lebensdauer erreicht hat oder wenn eine Leuchte ausgefallen ist. Die weiteren Vorteile sind natürlich die Energieeinsparungen und durch die bessere Ausleuchtung ist auch die Sicherheit erhöht worden.

Thomas Langle:

Wartung, Energieeinsparungen und Sicherheit sind die 3 großen Vorteile für die Gemeinde. Was sind nun die Pläne für die Zukunft?
Rainer Siegele:
Die Technik wird einiges an Neuen bieten. Wir möchten auf jeden Fall weiterhin Energie sparen. Das heißt, wir sind der Meinung, dass das Energiethema eines der großen Themen der Zukunft ist. Laut Gemeindebeschluß werden wir bei Neubauten sowie Sanierungen immer auf die beste verfügbare Technik setzen. Das heißt, sollte eine neue energiesparende Technologie im Straßenbeleuchtungsbereich kommen, werden wir sicher auch hier wieder versuchen am Ball zu bleiben und das Modernste und Beste einzusetzen.

Thomas Langle: Vielen Dank für das Gespräch.