Straßenbeleuchtung
Normen und Richtlinien

Richtlinien
Verordnungen sind europäische Gesetze welche für alle EU-Staaten gültig sind. Im Falle der Beleuchtung beschäftigen sich sie sich vorwiegend mit der Produktsicherheit, der Effizienz eines Produkts über die gesamte Lebensdauer, der effizienten Nutzung natürlicher Rohstoffe, der Einschränkung der Verwendung gefährlicher Stoffe und dem Recycling-Prozess am Ende der Produktlebensdauer.

Die folgenden Richtlinien haben einen Einfluß auf die Straßenbeleuchtung:

Low Voltage Directive (LVD) – die Niederspannungsrichtlinie beschäftigt sich primär mit der elektrischen Sicherheit des Produkt und bezieht sich auf Produktdesign, Herstellung und Testung. Dieser wird entsprochen, wenn ein Produkt der EN60598 entspricht.

Electromagnetic Compatibility Directive (EMC) – die Elektromagnetische Kompatibilitätsrichtlinie verlangt, das elektronische Geräte nicht mit anderen interferieren oder etwaige Emissionen aussenden, die beeinflussend auf andere elektronische Geräte oder Menschen wirken. Dieser Richtlinie wird entsprochen, wenn das Produkt dem entsprechenden IEC-Standard genügt.

Energy Efficiency Directive (Betriebsgeräte für Leuchtstofflampen) – die Energieeffizienz-Richtlinie bezieht sich auf die Einhaltung bestimmter Richtwerte für die Effizienzklassifikation von Betriebsgeräten für Leuchtstofflampen. Im Einklang damit steht das Beschriften von Betriebsgeräten nach einem Buchstabensystem (z. B. A) der Aufschluss über die Effizienz des Betriebsgeräts gibt (gleich dem System das für Kühlschränke verwendet wird).

Das CE-Kennzeichen ist verpflichtend für alle Hersteller anzubringen und sagt aus, das das Produkt die LVD, die EMC und die Energieeffizienz-Richtlinie erfüllt.

Restriction of Hazardous Substances Directive (RoHS) – die Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten bezieht sich auf die Minimierung solcher Stoffe im Herstellprozess wo möglich. In der Beleuchtungsindustrie kommen einige solcher Stoffe vor, wie z. B. Quecksilber in Leuchtstofflampen, Blei in Glaskolben oder Nickel-Cadmium-Batterien für Notlichteinsätze – hier ist am Ende der Lebenszeit der Nutzer gefordert, die Produkte an den entsprechenden Sammelstellen abzugeben und deren Recycling möglich zu machen.

Ecodesign of Energy-using Products Directive (EuP) – die Eco-Design-Richtlinie beschäftigt sich mit der Minimierung der für die Herstellung eines Produktes notwendigen Materialien und Rohstoffe, der energieeffizienten Produktion und dem Einfluss des Produkts auf die Umwelt über den gesamten Produktlebenszyklus.

Waste Electrical and Electronic Equipment Directive (WEEE) – die Elektro- und Elektronikalt-/schrottgeräte-Richtlinie beinhaltet die Verpflichtung des Verbrauchers, am Ende der Lebensdauer die Geräte entsprechend zu entsorgen.

Construction Products Directive (CPD) – die Bauprodukterichtlinie beschäftigt sich mit der Sicherheit von Masten und Auslegern für Straßenbeleuchtung. Dieser Richtlinie wird entsprochen, wenn das Produkt der EN40 genügt.


Normen
Die grundlegenden europäischen Norm für Straßenbeleuchtung und die Basis für deren Planung:

EN13201 – Straßenbeleuchtung
EN40 – Lichtmaste
EN 12767 – Passive Sicherheit von Tragkonstruktionen für die Straßenausstattung – Anforderungen und Prüfverfahren
EN 12464-2 – Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten – Teil 2: Arbeitsplätze im Freien
Lokale Normen
O1051 – Straßenbeleuchtung – Beleuchtung von Konfliktzonen
RVS 09.02.41 – Beleuchtung

Empfehlungen
Diese Empfehlungen sind zumeist Erfahrungswerte aus der Praxis und werden z. B. von lokalen Gesellschaften oder nationalen Institutionen herausgegeben.

Solange diese Empfehlungen in keiner Richtlinie oder Norm aufscheinen, sind sie rechtlich nicht bindend, können jedoch im Projektfall als Hilfestellung herangezogen werden.